Wednesday, May 03, 2006

Life's a beach, then you dive

Nach Kalbarri besuchten wir die traumhaften, menschenleeren Strände am Indischen Ozean. Da war zuerst einmal Shark Bay und der Francois Peron Nationalpark. Allerdings sind diese Strände nicht immer leicht zu erreichen - der Track zum Cape Peron ist zum Großteil Sandpiste. Hier mussten wir den Reifendruck das erste Mal auf die Hälfte reduzieren - eine neue Erfahrung für uns. Aber Peter meisterte die Sandstrecke ohne Probleme und nach ca. 1 ¼ Stunden Fahrzeit (obwohl nur 45 km) erreichten wir Bottle Bay, wo wir direkt am Strand campierten. Hier gehen rostrote Dünen in einen weißen Sandstrand und dieser wiederum in glasklares türkisgrünes Meer über. Wir verbrachten hier zwei Tage mit langen Strandspaziergängen, baden, lesen und schauen, schauen, schauen …


Der nächste Traumstrand hieß "14 Mile" und lag etwas südlich von Coral Bay - erreichbar über einen 10 km langen 'Feldweg'. Von Coral Bay selbst waren wir total enttäuscht - ein Handtuch und ein Sonnenschirm neben dem anderen (wie an der oberen Adria). Das große Geschäft hier sind die Walhaie, die jährlich von April bis Juni am Ningaloo Riff vorbeiziehen. Aber eine Walhai-Tour kostet umgerechnet 250 Euro pro Person! Und obwohl die Anbieter sog. 'spotter planes' einsetzen, ist nicht garantiert, dass man einen Walhai auch tatsächlich sieht. Das bedeutet dann - viel Geld für Nichts!

Uns war der Wirbel in Coral Bay bald zu viel und wir flüchteten in die South Lefroy Bay. Diese ist einfach ein Paradies - weißer Sandstrand, türkisblaues Meer und das Ningaloo Riff zum Schnorcheln. Da ließ es sich schon ein paar Tage aushalten. Erst als unsere Wasser- und Lebensmittelvorräte langsam zu Ende gingen fuhren wir weiter nach Exmouth und in den Cape Range Nationalpark. Und auch hier fanden wir wiederum wunderschöne Schnorchelplätze und Strände.


Von Exmouth ging es dann nach Tom Price. Tom Price lebt so wie die gesamte Pilbara Provinz vom Eisenerzabbau. Pilbara Iron betreibt neun Minen und drei Verschiffungshäfen in dieser Region und exportiert dabei 127 Mio Tonnen Eisenerz jährlich - hauptsächlich nach Japan ( www.pilbarairon.com ). Unser Interesse galt aber mehr dem Karijini Nationalpark. Wir durchwanderten etliche Schluchten und zur Belohnung gab es dann meist ein Bad in einem der 'pools', für die der Karijini Nationalpark so bekannt ist. Die Schwierigkeit bei den Wanderungen war jedoch, dass hier vor wenigen Wochen aufgrund der vielen Wirbelstürme noch überall Hochwasser war und daher der Weg oft schwer zu finden war. Insgesamt bekam dieses Gebiet in der Zeit von Dezember bis April fünf Cyclones ab und zum Teil sahen wir die Überreste der Überschwemmungen 20 m hoch in den Bäumen! Von all den beeindruckenden Schluchten und Pools des Karijini Nationalparks fanden wir den Fern Pool und die Hamersley Schlucht am schönsten.


Von der Hamersley Schlucht fuhren wir über die Wittenoom-Roebourne Straße weiter zum Millstream-Chichester Nationalpark. Da es in der gesamten Pilbara Region nur zwei asphaltierte Hauptverkehrsverbindungen gibt, bedeutete das für uns 256 km auf einer holprigen Schotterstraße, die an etlichen Stellen aufgrund der vergangenen Wirbelstürme ebenfalls noch überschwemmt war. Ohne Allradfahrzeug hätten wir da keine Chance gehabt!